ChatGPT-Workshop an der Fakultät IV: „Aufgaben- und Fragestellungen aus der eigenen Lehre kritisch hinterfragen“

Welche Konsequenzen für die Lehre ergeben sich durch die Existenz von ChatGPT? Diese Frage wurde jetzt beim Workshop „Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT in der Lehre der Fakultät IV” diskutiert.

Der von Rebecca Busch und Stefan Krüger, beide Digital Didactics Experts der Fakultät IV, geplante Workshop fand als Anschluss an die Podiumsdiskussion „Studium per Klick? Die Zukunft des Studierens mit Künstlicher Intelligenz” statt und sollte mögliche und vor allem sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT in der Fakultät IV und die damit verbundenen Chancen aufzeigen. Gleichzeitig sollte mit der Veranstaltung das Bewusstsein für potentielle Probleme geschärft und die Diskussion angestoßen werden, wie ein Tool wie ChatGPT sinnvoll in die Lehre der Fakultät IV eingebunden werden kann.

Die insgesamt 25 Teilnehmer*innen des Workshops arbeiteten an konkreten Fallbeispielen und diskutierten im Anschluss die Ergebnisse in der Gruppe. „Die Existenz und die rasend schnelle Weiterentwicklung von KI-Tools wie ChatGPT wird die Hochschullehre in Zukunft immer wieder vor großen Herausforderungen stellen und diese verändern“, sagte Krüger nach dem Workshop. „Es war uns daher wichtig, dass sich Lehrende frühzeitig mit den daraus resultierenden Konsequenzen auseinandersetzen. Wichtig wird es sein, bestehende Aufgaben- und Fragestellungen aus der eigenen Lehre kritisch zu hinterfragen und sich bewusst zu machen, auf welche Art und Weise Studierende mit KI-generierten Texten in Zukunft lernen werden.“

Grenzen werden bald keine Grenzen mehr sein

Die Teilnehmer*innen stellten in der Gruppendiskussion unter anderem heraus, dass zum Beispiel die Antwort auf die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass Studierende in Zukunft nicht nur noch von einer KI-generierte Texte abgeben, fachspezifisch beantwortet werden muss. Es sei zudem davon auszugehen, dass aktuelle Limitierungen des Tools (u.a. bei mathematischen Rechnungen) in naher Zukunft schnell überwunden werden können. „Es erscheint daher wenig sinnvoll zu diskutieren, welche Grenzen ein KI-Tool wie ChatGPT aktuell noch hat, wenn diese Grenzen in naher Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit gar nicht mehr existieren werden“, so Krüger. Ein zentraler Aspekt der Gruppendiskussion war deshalb der Punkt, dass Lehrende und Studierende die Funktionsweise und die Bedienung eines Tools wie ChatGPT verstehen lernen müssen, damit es sinnvoll in Lehre und Prüfungsordnung integriert werden kann.

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